Nepal

Reiseführer · Asien

Ortszeit
16:30
Währung
Nepalesische Rupie (NPR)
Hauptstadt
Kathmandu
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Überblick

Everest und die Annapurnas, die Tempelstädte des Kathmandutals, Lumbini und Dschungelparks mit Nashörnern. Für Trekkingfans und Kulturinteressierte.

Nepal ist ein Binnenstaat im Himalaya mit acht der zehn höchsten Berge der Welt, darunter der Mount Everest an der Grenze zu Tibet. Das Land steigt vom Tarai, dem Tiefland an der indischen Grenze, über das Mittelgebirge bis ins Hochgebirge an, und jede Stufe hat eigene Völker, Sprachen und Gerichte. Auf den Teehaus-Treks im Annapurna- und im Everest-Gebiet wanderst du tagelang von Lodge zu Lodge, ohne Zelt oder Proviant tragen zu müssen.

Das Kathmandutal mit Kathmandu, Patan und Bhaktapur ist UNESCO-Welterbe und voller Tempel, Pagoden, Stupas, Paläste und Basare; die Kultur der Newar verbindet hinduistische und buddhistische Traditionen. Im Tarai liegen Lumbini, der Geburtsort Buddhas, und der Chitwan-Nationalpark, wo du Nashörner, Tiger, Krokodile und Vögel sehen kannst. Die Straßen sind schlecht, und der Monsun von Juni bis September bringt Erdrutsche, also brauchen Reisen Zeit; Oktober bis Dezember ist die beste Zeit für Hügel und Berge. Nach den Überschwemmungen vom August 2026 rät Kanada von nicht notwendigen Reisen in die Distrikte Rasuwa und Nuwakot ab.

  • Kathmandutal: Durbar-Plätze, Stupas und Newar-Städte in Kathmandu, Patan und Bhaktapur, UNESCO-Welterbe.
  • Das Everest-Gebiet: Flieg nach Lukla und wandere durch die Sherpa-Dörfer des Khumbu bis zum Everest-Basislager.
  • Annapurna: Teehaus-Treks nördlich von Pokhara, von der kurzen Runde zum Poon Hill bis zum Annapurna Circuit, der zwei bis drei Wochen dauert.
  • Pokhara: Eine Stadt am See mit Blick auf die Annapurna, Abenteuersport und Livemusik.
  • Chitwan-Nationalpark: Kanufahrten, Naturwanderungen und Nashornbeobachtung im Tiefland.
  • Lumbini: Der Geburtsort Buddhas, UNESCO-Welterbe.

Sehenswerte Orte

  • Stadt
  • Kleinstadt
  • Park
  • Berge
  • Historische Stätte
  • Gegend

Städte

  • Kathmandu: Die Hauptstadt, mit dem Durbar-Platz Hanumandhoka und den Stupas Boudhanath und Swayambhunath; das Viertel Thamel ist bei Reisenden beliebt.
  • Patan: Eine historische Stadt im Kathmandutal, deren Durbar-Platz die UNESCO 1979 in die Welterbeliste aufgenommen hat.
  • Bhaktapur: Eine gut erhaltene historische Stadt, ein Zentrum für Pilger und Töpferei, für Autos und Motorräder gesperrt.
  • Pokhara: Eine Stadt am See mit Blick auf die Annapurna, Ausgangspunkt für Treks, Abenteuersport und Livemusik.
  • Namche Bazaar: Gilt als Hauptstadt des Sherpa-Landes, am Weg von Lukla zum Everest.
  • Janakpur: Ein historisches religiöses Zentrum im Tarai mit dem Janaki-Tempel, der etwa 500 Jahre alt ist.
  • Biratnagar: Die zweitgrößte Stadt Nepals, ein Zentrum für Landwirtschaft und Industrie im Osten.
  • Nepalgunj: Der wichtigste Knotenpunkt im Westen Nepals, nahe den Nationalparks Bardiya und Banke.

Abseits der Städte

  • Chitwan-Nationalpark (park): UNESCO-Welterbe südlich von Kathmandu, mit Nashörnern, Tigern, Krokodilen, Hirschen und Vögeln.
  • Bardiya-Nationalpark (park): Ein weniger besuchter Nationalpark im westlichen Tiefland für Dschungelsafaris.
  • Lumbini (historische stätte): Der Geburtsort Buddhas und UNESCO-Welterbe.
  • Annapurna (berge): Das Trekkinggebiet nördlich von Pokhara, mit dem Annapurna Circuit und dem Annapurna Sanctuary.
  • Khumbu und Mount Everest (gegend): Das Everest-Gebiet, zu Fuß erreichbar ab Lukla oder Jiri, mit Treks zum Basislager und zu den Gokyo-Seen.
  • Lukla (kleinstadt): Der Startpunkt der Everest-Treks, wenn du von Kathmandu aus einfliegst.
  • Jomsom (kleinstadt): Am Kali Gandaki, wo der Annapurna Circuit enden kann; der Jomsom-Trek bleibt unter 3.000 m.
  • Muktinath (historische stätte): Hinduistische Tempel am Annapurna Circuit, die du nach der Überquerung des Thorung La erreichst.
  • Boudhanath (historische stätte): Die Boudha-Stupa in Kathmandu; umrunde sie im Uhrzeigersinn, wie jedes buddhistische Heiligtum.
  • Swayambhunath (historische stätte): Die Stupa, die als Affentempel bekannt ist, in Kathmandu; halt Abstand zu den Affen.
  • Nagarkot (kleinstadt): Ein Bergort etwa eine Stunde von Kathmandu mit Blick auf den Himalaya.
  • Daman (kleinstadt): Ein winziges Bergdorf mit Panoramablick auf den Himalaya bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
  • Tangting (kleinstadt): Ein traditionelles Dorf der Gurung mit Blick auf das Annapurna-Massiv.
  • Parping (historische stätte): Heilige Höhlen, die mit Padmasambhava verbunden sind, dem Begründer des tibetischen Buddhismus.
  • Haleshi (historische stätte): Eine Berghöhle, auf Tibetisch Maratika, in der Padmasambhava einen Zustand jenseits von Leben und Tod erreicht haben soll.

Regionen

  • Himalaya: Das Hochgebirge mit Mount Everest, Annapurna und dem Great Himalaya Trail, für Trekking und Abenteuersport.
  • Kathmandutal: Kathmandu, Patan und Bhaktapur, ein Kreuzungspunkt der Kulturen mit vielen Tempeln und Denkmälern.
  • Mittelgebirge (Middle Hills): Hügelland meist zwischen 700 und 4.000 m, mit dem Tal von Pokhara, einem Ausgangspunkt für Outdoor-Aktivitäten.
  • Westliches Tarai: Tiefland mit den Nationalparks Chitwan und Bardiya und mit Lumbini.
  • Östliches Tarai: Ein dicht besiedeltes Tiefland um Biratnagar, die zweitgrößte Stadt Nepals.

Aktivitäten

Sehen

  • Kulturerbe des Kathmandutals Kathmandu, Patan und Bhaktapur: Der Durbar-Platz Hanumandhoka in Kathmandu, der Durbar-Platz von Patan und das autofreie Bhaktapur; das Tal ist UNESCO-Welterbe.
  • Boudhanath und Swayambhunath Kathmandu: Umrunde die Stupas von Boudhanath und Swayambhunath im Uhrzeigersinn und halte dich in Swayambhunath von den Affen fern.
  • Lumbini Lumbini: Der Geburtsort Buddhas, UNESCO-Welterbe und Pilgerort.

Erleben

  • Treks im Annapurna-Gebiet Annapurna: Der Circuit dauert zwei bis drei Wochen und überquert den Thorung La auf 5.400 m; die kürzere Runde ab Nayapul über Ghandruk und Ghorepani führt zum Poon Hill, wo du den Himalaya im Morgengrauen siehst.
  • Trek zum Everest-Basislager Khumbu und Mount Everest: Flieg nach Lukla und wandere über Namche Bazaar hinauf; im November findet im Kloster Tengboche das Mani-Rimdu-Fest statt.
  • Dschungelsafari Chitwan-Nationalpark: Kanufahrten, Naturwanderungen, Vogelbeobachtung und die Chance, Nashörner und Tiger zu sehen; Bardiya ist weniger besucht.
  • Rafting und Kajak Ab Kathmandu und Pokhara: Touren von 1 bis 10 Tagen für jedes Niveau auf Flüssen wie Kali Gandaki, Seti, Karnali und Sun Koshi; buch nur bei seriösen Agenturen.

Essen

  • Dal Bhat und Momos: Reis mit Linsen und gewürztem Gemüse, zweimal am Tag in Familien und Teehäusern gegessen, und Momos, Teigtaschen, die es fast überall gibt.
  • Newar-Restaurants Kathmandutal: Die Küche der Newar gehört zu den vielfältigsten Nepals, und manche Restaurants servieren sie mit einer Kulturvorführung.

Am Abend

  • Abende in Pokhara Pokhara: Restaurants und Livemusik am See; Cocktails findest du vor allem in den Touristenvierteln von Pokhara und Kathmandu.
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Reiserouten

Kathmandutal, Pokhara und Chitwan in 10 Tagen (10 Tage)

  1. Kathmandu (3 Nächte): Durbar-Platz, Boudhanath und Swayambhunath, mit einem Tagesausflug nach Patan.
  2. Bhaktapur (1 Nacht): Eine autofreie historische Stadt, bekannt für ihre Töpferei.
  3. Nagarkot (1 Nacht): Blick auf den Himalaya im Morgengrauen.
  4. Pokhara (3 Nächte): Blick auf die Annapurna, ein kurzer Trek oder eine Raftingtour.
  5. Chitwan-Nationalpark (2 Nächte): Kanufahrten und Naturwanderungen; Touristenbusse verbinden den Park mit Pokhara und Kathmandu.

Trek zum Everest-Basislager in 14 Tagen (14 Tage)

  1. Kathmandu (1 Nacht): Kümmere dich um Genehmigungen, die TIMS-Karte und einen lizenzierten Guide.
  2. Lukla (1 Nacht): Anflug ab Kathmandu; Bergflüge verspäten sich oft wegen des Wetters.
  3. Namche Bazaar (2 Nächte): Akklimatisieren: tagsüber höher steigen und jede Nacht höchstens 300 m höher schlafen.
  4. Khumbu und Mount Everest (8 Nächte): Teehaus-Etappen zum Everest-Basislager und zurück, über das Kloster Tengboche.
  5. Kathmandu (2 Nächte): Plane einen Reservetag ein, falls Flüge ab Lukla ausfallen.

Das Tiefland: Chitwan, Lumbini und Bardiya in 8 Tagen (8 Tage)

  1. Chitwan-Nationalpark (2 Nächte): Dschungelwanderungen und Kanufahrten.
  2. Lumbini (2 Nächte): Der Geburtsort Buddhas.
  3. Nepalgunj (1 Nacht): Der Knotenpunkt für die Parks im Westen.
  4. Bardiya-Nationalpark (3 Nächte): Eine ruhigere Dschungelsafari; unter 2.000 m kommt Malaria vor, also schütz dich vor Mücken.

Klima und beste Reisezeit

Kathmandu
Jan.Feb.MärzApr.MaiJuniJuliAug.Sep.Okt.Nov.Dez.
Max. °C182024272828282827262319
Min. °C2481116192020181373
Regen mm1417315411425636031418359814

Das Klima in Nepal ändert sich mit der Höhe. In Kathmandu steigt die durchschnittliche Höchsttemperatur von 18 °C im Januar auf etwa 28 °C von Mai bis August, und die Januarnächte liegen im Schnitt bei etwa 2 °C, nahe am Gefrierpunkt. Der Monsun von Juni bis September bringt den Großteil des Jahresniederschlags: Der Juli ist in Kathmandu mit etwa 360 mm der nasseste Monat, der November hat unter 10 mm. Laut britischem Außenministerium kann der Monsun bis in den Oktober dauern. Von April bis Juni kann es im Tiefland des Tarai 40 °C und mehr haben, während es an hohen Pässen und Basislagern -10 °C sein kann, selbst wenn es in der Ebene warm ist.

Oktober bis Dezember ist die beste Zeit für Hügel und Berge, mit wenig Staub in der Luft. April und Mai sind die Zeit der Rhododendronblüte und der Bergexpeditionen. Im Monsun regnet es in Kathmandu und Pokhara meist ein oder zwei Stunden alle zwei bis drei Tage; Unterkünfte sind billiger und es gibt weniger Besucher, aber Wolken verdecken oft die Gipfel und Erdrutsche sperren Straßen. Trekking im Winter ist möglich, doch im Khumbu kann dich Schnee oberhalb von 4.000 bis 4.500 m aufhalten; der Jomsom-Trek bleibt unter 3.000 m.

Unterwegs vor Ort

Wichtigste FlughäfenKTM
Internationaler FührerscheinErforderlich

Inlandsflüge von Nepal Airlines, Yeti Air, Tara Air und anderen verbinden Kathmandu mit Pokhara, Lukla, Jomsom, Biratnagar, Nepalgunj, Janakpur und weiteren Orten. Bergflüge verspäten sich oft oder fallen bei schlechtem Wetter aus, also plane Reservetage ein und nimm genug Bargeld mit. Das Vereinigte Königreich führt alle nepalesischen Airlines auf seiner Air Safety List, und bei Flugzeug- und Hubschrauberabstürzen sind in den letzten fünf Jahren mindestens 100 Menschen gestorben. Touristenbusse, ein paar Tage vorher über eine Agentur oder dein Hotel in Kathmandu oder Pokhara gebucht, sind bequemer und sicherer als lokale Busse, die billig, aber oft überfüllt sind. Busunfälle sind häufig: Meide überladene Busse und Nachtfahrten, und sei vorsichtig mit Minibussen, die schnell gefahren werden. Nutz während eines Generalstreiks (Bandh) keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Vereinbare den Preis, bevor du in eine Rikscha steigst; im Taxi biete den Taxameterpreis plus Trinkgeld an. Ein Auto mit Fahrer zu mieten ist einfach, wenn du verhandelst, Mietwagen zum Selbstfahren gibt es dagegen kaum. Es herrscht Linksverkehr, und zum Fahren brauchst du einen Internationalen Führerschein nach dem Abkommen von 1968 zusammen mit deinem Führerschein (der von 1949 wird nicht mehr anerkannt). Für Alkohol am Steuer gilt null Toleranz, und auf dem Motorrad ist ein Helm Pflicht. Die Straßen sind schlecht, besonders in den Bergen und im Monsun, wenn Erdrutsche sie blockieren, und Treibstoffmangel bringt manchmal Pläne durcheinander. Mietmotorräder sind selten versichert: Prüf das Motorrad vor der Abfahrt auf Schäden und hinterlege nicht deinen Reisepass als Kaution.

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Unterkunft

  • Einfache Gästehäuser: Billig und verhandelbar, mit großen Rabatten für lange Aufenthalte; die billigsten Zimmer haben eventuell keine Laken, Decken oder Handtücher, also schau sie dir an, bevor du eins nimmst.
  • Hotels der Mittelklasse: Häuser auf Drei-Sterne-Niveau haben meist Klimaanlage, eigenes Bad, Internet und Satellitenfernsehen; in Kathmandu sind die Preise etwas höher.
  • Spitzenhotels: Die besten sind mit Vier-Sterne-Hotels in westlichen Ländern vergleichbar, mit Pool und ohne Stromausfälle; die Preise sind fest, und manche in Kathmandu haben Sicherheitskontrollen am Eingang.
  • Teehäuser: Lodges an den wichtigsten Trekkingrouten, mit Duschen und Mahlzeiten von Dal Bhat bis Pizza, also brauchst du weder Zelt noch Proviant.
  • Camping: Auf abgelegenen Treks wie Kanchenjunga und Dolpa für eine oder mehrere Nächte nötig, organisiert über eine lokale Agentur.

Die Unterkunft kann leicht der günstigste Teil einer Nepalreise sein. In einfachen Häusern ist der erste Preis selten fest, also verhandle höflich. Bau- und Brandschutzstandards entsprechen nicht immer dem, was du gewohnt bist: Prüf die Notausgänge und ob es einen funktionierenden Feuermelder gibt, achte auf offen liegende Kabel und hüte dich vor Kohlenmonoxid von Feuerstellen, Holzkohlegrills und schlecht installierten Gasgeräten in Räumen ohne Lüftung. Hotels bitten dich eventuell, einen QR-Code von NepaliPort zu scannen (siehe Einreise).

Essen und Trinken

Gerichte zum Probieren

  • Dal Bhat Tarkari: Gewürzte Linsen über Reis mit gekochtem Gemüse, oft mit Joghurt und einem sehr scharfen Pickle; zweimal am Tag in Familien und Teehäusern serviert, traditionell mit der rechten Hand gegessen.
  • Momos: Teigtaschen mit Fleisch oder Gemüse tibetischen Ursprungs, fast überall in Kathmandu und anderen Städten zu finden.
  • Newar-Gerichte: Die Küche der Newar im Kathmandutal, dank des Gemüses aus dem Tal vielfältiger als die im größten Teil Nepals.
  • Rikikul: Kartoffelpfannkuchen der Sherpa, heiß von der Platte mit Butter oder Yakkäse gegessen.
  • Tibetisches Brot: Luftiges frittiertes Brot mit Honig, zum Frühstück gegessen.
  • Chiura: Geplätteter Reis, mit Joghurt, heißer Milch und Zucker gegessen.

Getränke

  • Milchtee und Chai: Tee, mit Milch und Zucker aufgekocht; Chai kann auch Ingwer und Kardamom enthalten.
  • Suja: Salziger Tee mit Milch und Butter, in tibetischen Gebieten und bei den Sherpa verbreitet.
  • Raksi: Ein klarer Schnaps mit etwa 45 % Alkohol, meist selbst gebrannt, daher schwankt die Stärke; das billigste Getränk im Land.
  • Jaand (Chyaang): Ein trübes Reisbier, das Gästen oft angeboten wird; es wird mit Wasser verdünnt, also frag, ob das Wasser aufbereitet war.
  • Everest und Gorkha: Die beiden beliebten einheimischen Biere.

Rindfleisch gehört nicht zur traditionellen nepalesischen Küche, weil Rinder für Hindus heilig sind, auch wenn manche teure Restaurants es servieren. Hindus höherer Kasten essen kein Schweinefleisch, und manche Gemeinschaften leben vegetarisch. In den Touristenvierteln von Kathmandu, Pokhara und Chitwan gibt es auch Pizza sowie mexikanisches, thailändisches, chinesisches und nahöstliches Essen, aber einheimische Gerichte kosten weniger. Bestell in kleinen Restaurants ein oder zwei Gerichte, denn die Küche hat eventuell nur eine Kochstelle.

Trink kein Leitungswasser, sei in der Regenzeit bei Salaten misstrauisch und wähl Essen, das frisch gekocht und vor Fliegen geschützt ist. Das britische Außenministerium warnt in Reiseländern vor Methanolvergiftungen durch alkoholische Getränke und vor K.-o.-Tropfen: Lass dein Getränk nie unbeaufsichtigt und nimm keins von Fremden an.

Einreise und Visum

Gültigkeit des ReisepassesMindestens 6 Monate über das Einreisedatum hinaus (Hinweis des Vereinigten Königreichs); Kanada verlangt 6 Monate über das Ausreisedatum hinaus
ReisepassEinreiseMax. AufenthaltHinweise
Vereinigtes KönigreichVisum bei Ankunft90 TageOnline bis 15 Tage vor der Ankunft beantragen und am Flughafen bezahlen, oder vorab bei einer nepalesischen Botschaft beantragen.
KanadaVisum bei Ankunft90 TageTouristenvisum bei der Ankunft am Flughafen Kathmandu und an einigen Landgrenzen oder bei einer nepalesischen Botschaft; bring ein Passfoto mit.

Andere Staatsangehörigkeiten: Prüfe die offizielle Quelle unten.

Offizielle Einreisebestimmungen

Außer als indischer Staatsbürger brauchst du ein Visum, doch Bürger vieler Länder bekommen es bei der Ankunft; einige Nationalitäten müssen es vor der Reise beantragen. Britische und kanadische Staatsbürger können ein Touristenvisum für bis zu 90 Tage am Tribhuvan International Airport in Kathmandu, an einigen Landgrenzen oder vorab bei einer nepalesischen Botschaft kaufen. Du kannst das Onlineformular bis 15 Tage vor der Ankunft ausfüllen und am Flughafen bezahlen oder dort die Formulare und Terminals nutzen. Zahl bar, am besten in US-Dollar, mit einer Karte als Reserve, und bring ein aktuelles Passfoto mit. Im Oktober 2026 nannte Wikivoyage Gebühren von 30 US$ für 15 Tage, 50 US$ für 30 Tage und 125 US$ für 90 Tage. Du kannst das Visum auf insgesamt 150 Tage im Jahr verlängern. Wer zu lange bleibt, begeht eine schwere Straftat: Es drohen Geldstrafen oder Haft und eventuell eine Wiedereinreisesperre von 7 Jahren.

Seit dem 16. September 2025 muss sich jeder ausländische Besucher bei der Ankunft über die Website oder App NepaliPort registrieren, und Hotels, Airlines und andere Betriebe können dich bitten, QR-Codes zu scannen. Grenzbeamte können eine Reiseversicherung verlangen, die Behandlungskosten und Rücktransport deckt, sowie eine Buchung für die erste Nacht. Du brauchst eine Gelbfieberbescheinigung, wenn du aus einem Land mit Gelbfieberrisiko kommst. Melde Bargeld über 5.000 US$ an und bewahre das bestätigte Formular auf; Goldschmuck ist auf 50 g begrenzt, Silber auf 100 g. Die Regeln hängen von deinem Reisepass ab und können sich ändern: Prüf den offiziellen Link, bevor du buchst.

Geld und Bezahlen

WährungNepalesische Rupie (NPR)
KartenzahlungEingeschränkt

Die Währung ist die nepalesische Rupie (NPR, geschrieben Rs oder रु). In Nepal läuft fast alles bar: Karten werden in größeren Geschäften, Hotels und Restaurants angenommen, und Geldautomaten gibt es in Kathmandu, Pokhara, Chitwan und anderen großen Städten, aber außerhalb der wichtigsten Touristengebiete sind sie nicht zuverlässig, also nimm vor dem Trek genug Bargeld mit. Im November 2024 begannen die Gebühren für Abhebungen am Geldautomaten bei 500 Rs. Heb deine Wechsel- und Automatenbelege auf, denn die Bank am Flughafen verlangt sie, bevor sie Rupien zurücktauscht.

Indische Rupien werden in größeren Städten und Touristengebieten oft angenommen, aber Scheine über 100 indische Rupien sind verboten. Nepalesische Banknoten aus dem Land zu bringen ist illegal, also tausch sie vor der Abreise um.

Gesundheit

PflichtimpfungenGelbfieber, nur wenn du aus einem Land mit Gelbfieberrisiko kommst (auch bei Transit am Flughafen von mehr als 12 Stunden), Polio, nur wenn du aus bestimmten Ländern mit Polioübertragung kommst (Hinweis des Vereinigten Königreichs)
Empfohlene ImpfungenStandardimpfungen, einschließlich Masern (MMR), Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus, für die meisten Reisenden, Japanische Enzephalitis, für lange Aufenthalte oder Reisen aufs Land, Tollwut, für manche Reisende: Tollwütige Hunde sind häufig, Cholera, zu erwägen für Gebiete mit aktiver Übertragung
MalariaIn einigen Gebieten
LeitungswasserNicht trinkbar

Lass dich mindestens 6 bis 8 Wochen vor der Reise reisemedizinisch zu Impfungen beraten. Malaria: Die CDC empfehlen eine medikamentöse Vorbeugung nur unter 2.000 m in den Provinzen Sudurpashchim und Karnali; anderswo gibt es unter 2.000 m seltene Fälle, in Kathmandu, Pokhara und auf den üblichen Himalaya-Treks keine. Auch Dengue und Chikungunya, die Mücken übertragen, sind Risiken, also benutze Mückenschutz. Tollwütige Hunde sind häufig, und Tollwutimpfstoff gibt es eventuell nur in größeren Städten: Halt dich von Hunden fern, und in Swayambhunath von den Affen. Trink kein Leitungswasser, wenn es nicht abgekocht oder aufbereitet ist; auf dem Annapurna Circuit kannst du sicheres Wasser an Nachfüllstationen kaufen.

Die Höhenkrankheit ist auf Treks ein echtes Risiko, denn Basislager und hohe Pässe liegen meist höher als der Mont Blanc: Steig langsam auf und schlaf jeden Tag höchstens 300 m höher. Außerhalb des Kathmandutals und Pokharas ist die medizinische Versorgung schlecht, westliche Kliniken sind teuer, und die meisten Krankenhäuser verlangen vor der Behandlung Bezahlung oder einen Versicherungsnachweis. Schwere Fälle müssen oft nach Bangkok, Neu-Delhi oder Singapur ausgeflogen werden, und ein Rettungshubschrauber kostet 1.000 bis 2.000 £ oder mehr pro Flugstunde, also schließ eine Versicherung ab, die beides deckt. Laut britischem Außenministerium gibt es keinen zentralen öffentlichen Rettungsdienst, und im Notfall solltest du das nächste Krankenhaus anrufen; private Krankenwagen fahren in den großen Städten. Auch die Luftverschmutzung ist ein Gesundheitsrisiko.

Das sind allgemeine Informationen, keine medizinische Beratung: Lass dich vor der Reise reisemedizinisch beraten.

Sicherheit

Nach schweren Sturzfluten und Schlammlawinen am 26. August 2026 rät Kanada von nicht notwendigen Reisen in die Distrikte Rasuwa und Nuwakot ab, und das Vereinigte Königreich warnt, dass auch Gorkha, Nuwakot und Dhading betroffen waren und weitere Überschwemmungen und Erdrutsche möglich sind. Lies die Hinweise vor der Reise. Die Regierung betreibt Notrufnummern unter 1234 (auf Nepali) und 1144. Erdstöße sind in ganz Nepal häufig, und der Monsun, laut britischem Außenministerium normalerweise von Juni bis Oktober, bringt Überschwemmungen und Erdrutsche, die Straßen und Dörfer tagelang abschneiden können.

Schwere Kriminalität ist selten, aber Taschendiebe und Handtaschenräuber sind an Flughäfen, in Bussen und in bei Besuchern beliebten Vierteln unterwegs, etwa Thamel, Sanepa und Kupondol in Kathmandu, und in der Festsaison von September bis November nehmen Diebstähle zu. Geh nachts nicht allein durch schlecht beleuchtete Straßen; in Thamel und Sanepa wurden Frauen sexuell angegriffen. Nimm nie Getränke, Essen oder Zigaretten von neuen Bekanntschaften an und lass Getränke nicht unbeaufsichtigt. Proteste und Generalstreiks (Bandhs) sind häufig und können kurzfristig gewalttätig werden: Halt dich fern und rechne mit Ausgangssperren und Störungen im Verkehr.

Zum Trekking brauchst du eine Genehmigung und eine TIMS-Karte, und wer auf eigene Faust unterwegs ist, muss in Nationalparks und Schutzgebieten einen lizenzierten einheimischen Guide oder Träger nehmen. Geh nie allein trekken: Bewaffnete Überfälle auf Alleinwandernde kommen gelegentlich vor, und in den Bergen kann das Wetter zu jeder Jahreszeit plötzlich umschlagen, mit Schneestürmen und Lawinen. Sei vorsichtig bei sehr billigen Trekkingangeboten: Manche Guides steigen mit ihren Kunden zu schnell auf und rufen dann teure Hubschrauberevakuierungen, also verlang zuerst eine ärztliche Einschätzung und sorg dafür, dass deine Versicherung Bergrettung deckt. Die Strafen für Drogen sind hart, auch für kleine Mengen Cannabis, und Produkte mit CBD sind illegal. Fotografier keine militärischen Anlagen, Kontrollposten oder Soldaten, und trag deinen Reisepass bei dir.

Sitten und Gebräuche

Begrüß die Leute mit Namaste, die Handflächen aneinander und die Finger nach oben, oder älteren Menschen gegenüber mit dem förmlicheren Namaskar; der Gruß gilt für Hallo und Auf Wiedersehen, einmal pro Person und Tag. Füße gelten als schmutzig: Richte deine Fußsohlen nicht auf Menschen oder religiöse Bilder und steig nicht über jemanden, der auf dem Boden sitzt oder liegt. Zieh die Schuhe aus, bevor du ein Haus und manche heiligen Orte betrittst. Benutz die rechte Hand zum Geben, Nehmen und Essen, denn die linke gilt als unrein.

Umrunde buddhistische Stupas, Klöster und Mani-Mauern im Uhrzeigersinn. Nicht-Hindus dürfen Teile mancher Hindutempel nicht betreten, und manche strenggläubigen Hindus möchten nicht, dass du ihre Wasserbehälter oder ihr Essen berührst: Lass dir einschenken und warte, bis du eingeladen wirst, bevor du ein Haus betrittst. Trag im Tempel keine Shorts oder ärmellosen Oberteile; Frauen sollten sich in der Öffentlichkeit zurückhaltend kleiden, und Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit gelten als unpassend. Wenn du verhandelst, bleib freundlich und lass dem Verkäufer einen fairen Gewinn. Es ist verboten, Menschen zu einer anderen Religion bekehren zu wollen.

Sprache

AmtssprachenNepalesisch
EnglischVerbreitet
Hallo / Auf Wiedersehenनमस्ते (Namaste)
Dankeधन्यवाद (Dhanyabad)
Bitteकृपया (Kripaya)
Ja / Neinहो / होइन (Ho / Hoina)
Entschuldigen Sie / Verzeihungमाफ गर्नुहोस् (Maaf garnus)
Auf Wiedersehen (bis bald)फेरी भेटौँला (Pheri bhetaula)
Ich brauche Ihre Hilfeमलाई सहयोग गर्नुहोस् (Malaai sahayog garnuhos)

Packliste

  • Reisepass und eine getrennt aufbewahrte Kopie: Das britische Außenministerium rät, den Reisepass bei dir zu tragen.
  • US-Dollar in bar: Die bevorzugte Währung für das Visum bei der Ankunft; kleinere Grenzposten nehmen eventuell nur Dollar.
  • Passfotos: Nötig für das Visum bei der Ankunft und für den Kauf einer SIM-Karte.
  • Nachweis der Reiseversicherung und der Buchung für die erste Nacht: Grenzbeamte können danach fragen.
  • Warme Kleidung, Regenschutz, Sonnencreme (LSF 20 oder höher) und Sonnenbrille: Hinweis des Vereinigten Königreichs für Treks, auf denen das Wetter plötzlich umschlägt.
  • Jod oder ein anderes Mittel zur Wasseraufbereitung: Leitungswasser ist nicht sicher, und auf Treks bereitest du dein Wasser selbst auf.
  • Reiseapotheke und Erste-Hilfe-Set: Außerhalb des Kathmandutals und Pokharas ist die medizinische Versorgung schlecht.
  • Eine Taschenlampe: Stromausfälle gibt es das ganze Jahr, und im Tiefland sind Schlangen nachts aktiv.
  • Internationaler Führerschein nach dem Abkommen von 1968: Nötig zum Fahren; britische Fahrer bekommen ihn nur im Vereinigten Königreich.

Auf einen Blick

Länderinfos

HauptstadtKathmandu
Einwohner29.618.118 (2025)
Fläche143.350 km²
ZeitzoneAsia/Kathmandu (UTC+5.75)
Landesvorwahl+977
Fahrseitelinks

Internet und Telefon

SIM und eSIMNTC (Nepal Telecom) und Ncell verkaufen SIM-Karten an Reisende in Kathmandu und den meisten größeren Städten. Bring deinen Reisepass, ein Passfoto und Kopien der Pass- und Visumseiten mit. NTC hat auf den Routen im Annapurna- und Everest-Gebiet und auf anderen Trekkingrouten den besseren Empfang.
RoamingIn abgelegenen Gebieten ist der Empfang begrenzt, auch auf langen Abschnitten des Annapurna Circuit: Überleg, ein Satellitentelefon zu mieten, und sag deiner Familie, wann du nicht erreichbar bist.
WLANKostenlos in den meisten Hotels und Lodges in Kathmandu und Pokhara und in vielen Restaurants; immer mehr Dorf-Lodges haben WLAN, in abgelegenen Dörfern läuft der Zugang eventuell über Satellit und ist teuer.

Nützliche Apps

  • NepaliPort: Pflichtregistrierung bei der Ankunft; Hotels und Airlines können dich bitten, ihre QR-Codes zu scannen.
Mobiles Internet: Nepal PartnerMobile Daten auf deinem Handy, ohne lokale SIM-KarteeSIM auswählen

Notrufnummern

Polizei100
Rettungsdienst102
Feuerwehr101

Häufige Fragen

Brauche ich ein Visum für Nepal?

Ja, außer du bist indischer Staatsbürger. Britische und kanadische Staatsbürger bekommen, wie die vieler anderer Länder, bei der Ankunft am Flughafen Kathmandu ein Touristenvisum für bis zu 90 Tage. Die Regeln hängen von deinem Reisepass ab, also prüf den offiziellen Link, bevor du buchst.

Wann ist die beste Reisezeit für Nepal?

Oktober bis Dezember, wenn die Luft in Hügeln und Bergen klar ist, sowie April und Mai, wenn die Rhododendren blühen. Der Monsun von Juni bis September bringt Regen, Wolken über den Gipfeln und Erdrutsche.

Kann ich in Nepal ohne Guide trekken?

Nicht in Nationalparks und Schutzgebieten: Wer auf eigene Faust unterwegs ist, muss einen lizenzierten einheimischen Guide oder Träger nehmen, und du brauchst eine Genehmigung und eine TIMS-Karte.

Kann man in Nepal Leitungswasser trinken?

Nein. Trink abgekochtes, gefiltertes oder aufbereitetes Wasser oder versiegeltes Flaschenwasser.

Gibt es in Nepal Malaria?

Nur in einigen Gebieten unter 2.000 m; in Kathmandu, Pokhara und auf den üblichen Himalaya-Treks gibt es keine. Lass dich vor der Reise reisemedizinisch beraten.

Kann ich in Nepal mit Karte zahlen?

In größeren Hotels, Geschäften und Restaurants ja, aber in Nepal läuft fast alles bar, und außerhalb der wichtigsten Touristengebiete sind Geldautomaten unzuverlässig.

Quellen Dieser Reiseführer wurde zuletzt am geprüft · 17 Quellen
  1. Wikivoyage: Nepal · Überblick, Sehenswerte Orte, Aktivitäten, Reiserouten, Klima und beste Reisezeit, Unterwegs vor Ort, Unterkunft, Essen und Trinken, Einreise und Visum, Geld und Bezahlen, Gesundheit, Sicherheit, Sitten und Gebräuche, Sprache, Packliste, Internet und Telefon, Häufige Fragen
  2. Wikidata: Nepal · Überblick, Sehenswerte Orte, Geld und Bezahlen, Länderinfos
  3. Government of Canada: Nepal travel advice (updated 15 October 2026) · Überblick, Klima und beste Reisezeit, Unterwegs vor Ort, Einreise und Visum, Geld und Bezahlen, Gesundheit, Sicherheit, Sitten und Gebräuche, Packliste, Internet und Telefon, Häufige Fragen
  4. WMO World Weather Information Service: Kathmandu · Klima und beste Reisezeit
  5. UK FCDO: Nepal safety and security · Klima und beste Reisezeit, Unterwegs vor Ort, Unterkunft, Essen und Trinken, Sicherheit, Sitten und Gebräuche, Packliste, Internet und Telefon, Häufige Fragen
  6. UK FCDO: Nepal warnings and insurance · Unterwegs vor Ort, Sicherheit
  7. UK FCDO: Nepal entry requirements (updated 1 October 2026) · Einreise und Visum, Geld und Bezahlen, Gesundheit, Packliste, Häufige Fragen
  8. ISO 4217 (SIX), published 2026-09-17 · Geld und Bezahlen
  9. CDC Travelers' Health: Nepal · Gesundheit, Häufige Fragen
  10. UK FCDO: Nepal health · Gesundheit
  11. US Department of State: Nepal travel advisory · Sicherheit
  12. UK FCDO: Nepal travel advice · Sicherheit
  13. Wikivoyage: Nepali phrasebook · Sprache
  14. World Bank, SP.POP.TOTL · Länderinfos
  15. World Bank, AG.LND.TOTL.K2 · Länderinfos
  16. IANA Time Zone Database, zone.tab · Länderinfos
  17. UK FCDO: Nepal getting help · Notrufnummern

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